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Bitcoin Mining [1] – Wettschürfen um das digitale Gold

Mining, zu deutsch “schürfen” so nennt sich das Berechnen von Coins, wird durch das Goldschürfen abgeleitet, da Bitcoin ähnliche Eigenschaften  hat. Außerdem werden durch die Miner Transaktionen in den bMining 1erechneten Block “gepackt” und an die Blockchain weitergeleitet.

 

 

Diese Verifizierung geschieht nach strengen kryptographischen Regeln, das schützt die Neutralität des Netzwerks und ermöglicht den Computern sich über den aktuellen Stand des Systems einig zu sein.

In unserem Fiat Währungssystem druckt die Regierung nach Bedarf immer mehr Geld. Mit Bitcoin funktioniert das nicht, da es auf 21 Millionen Coins limitiert ist, um Inflation zu vermeiden.

 Bitcoin Mining – Voraussetzungen

Um Bitcoins minen, also schürfen zu können, benötigtst du eine spezielle Software (die Anleitung für den Miner) und starke, eigens für das Mining konzipierte Hardware. Nein, damit meine ich keine Spitzhacke, sondern einen ASIC – übersetzt eine Anwednungspezifisch integrierte Schaltung. Früher wurden mit Prozessoren und Grafikkarten Bitcoins gemined, diese brauchen aber bei zu geringer Leistung zu viel Strom, weshalb ich hier nicht genauer darauf eingehen werde. Der Verdienst beim Mining hängt von der Performance ab, natürlich bekommt ein starker Bergbauarbeiter mehr als ein schwacher, aber das erläutere ich weiter unten.

Mining Pool – Die Bitcoin Mine

Neben Hard- und Software sollte man sich einem Mining Pool anschließen. Dort wird die Rechenleistung vieler Nutzer kombiniert, um gemeinsam Bitcoin-Blocks zu generieren. Nach der Erzeugung erhält jeder Teilnehmer seinen Anteil, bei manchen Pools wird eine kleine Gebühr für ihre Dienste einbehalten. Die Größten darunter sind derzeit Discus Fish, ein chinesischer Privatpool, GHash.IO, BTC Guild, Eligius und Slush’s Pool.

Selbstverständlich kann man auch alleine, also Solo Mining betreiben, was aber nicht besonders sinnvoll ist wenn man nicht gerade selbst eine große Mining Farm betreibt.

Coins durch fremde Mining Leistung

Wer auf Stromrechnung, Wartungsaufwand, Abwärme, Geräuschbelästigung verzichten möchte oder kein Platz für einen Miner zur Verfügung steht, kann seine Miner gegen Gebühr bei einem Host-Service betreiben lassen. Wenn man keine eigenen Miner besitzt, besteht die Möglichkeit, Miningleistung anderer zu mieten oder zu kaufen. Dies kann man unter anderem bei folgenden Anbietern tun:

  • Cex.IO – Vertrag auf unbestimmte Zeit, handeln der Miningleistung möglich, Auszahlung per Block
  • PB-Mining – 5 Jahres Verträge, wöchentliche Auszahlung
  • Genesis Mining – Vertrag auf unbestimmte Zeit, tägliche Auszahlung
  • Hashnest – Vertrag auf unbestimmte Zeit, tägliche Auszahlung, Leistung kann gehandelt werden [UMISOO Leistung läuft solange die Einnahmen höher als die Gebühr ist]

Es gibt natürlich noch viele weitere Anbieter, auf Wunsch liste ich weitere, jedoch ist dort auch nichts gratis. Man bezahlt einerseits einmalig für die erworbene Miningleistung und andererseits werden kontinuirlich Gebühren für Strom und Wartung vom Ertrag abgezogen.

Mining Erträge

Da wir ja wissen, dass es nichts umsonst gibt, kommen wir zu den Gewinnen, die man beim Schürfen erwirtschaftet. Durch die Berechnung von einem Block, welcher rund alle 10 Minuten generiert wird, erhält der Pool als Belohnung 25 Bitcoin (ehemalig 50) plus die Transaktionsgebühr der in dem Block bestätigte Transaktionen. Je mehr Rechenleistung schürft, diese wird in Hashes angegeben, desto schwieriger wird es für einzelne Miner, neue Blöcke zu finden. Diesen Vorgang (Difficulty) regelt das System selbst, deshalb nur 1 Block alle 10 Minuten. Außerdem halbiert sich der Blockwert alle 210.000 Blöcke, dies geschah zuletzt Ende 2012 und wird voraussichtlich das nächste Mal Anfang 2016 geschehen.

Weiter geht es mit Bitcoin Mining Teil 2 – Ja ich will!




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